Kiefersfelden

Bayern

Kieferer Puppentheater

Ohne sauberes Wasser ist kein Leben möglich!

  • Foto: Dorle Dengg

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Kieferer Puppentheater

Ohne sauberes Wasser ist kein Leben möglich!

Dorle Dengg betreibt das Kieferer Puppentheater seit 1981 und verfasst ihre Theaterstücke selbst. Besonders wichtig ist ihr der lokale Bezug. Das Bayerische Kultusministerium sowie die Regierungen von Oberbayern und Unterfranken empfehlen die Kaspergeschichten aus dem Kieferer Puppentheater als pädagogisch äußerst wertvoll, da sie Eigeninitiative und Kreativität wecken. Im Kieferer Puppentheater wird traditionelles und modernes Kaspertheater aufgeführt.

Vor 24 Jahren eröffnete sie das Theaterhäusl mit rund 30 Plätzen als festen Spielplatz. Doch nun, in Corona-Zeiten, ist es zu klein, um die erforderlichen Abstände einhalten zu können. Die Lösung fand die Puppenspielerin gemeinsam mit einem Nachbarn. Der Fachmann für Metallverarbeitung und Schweißtechnik baute ein zweistöckiges Stahlgerüst. Sie nannten es „Corosseum“ – ein Wörtermix aus Corona und Kolosseum. Als Regenschutz dient ein Sonnensegel. Ähnliches gab es schon beim historischen Vorbild. Damals schützte die Zuschauer ein ringförmiges „Velarium“, das von 240 Masten am Außenrand des Kolosseums gehalten wurde. Auch das geplante Bodenpflaster des „Corosseum“ greift die ovale Form des römischen Vorbildes auf. Die Puppenbühne steht „auf Abstand“ in der Eingangstür des Theaterhäusls.

Projekt

„Glück tief – Schatzsuche im Inntal“ ist eine Umweltgeschichte. Sie handelt von kleinen Höhlenbewohnern, den Mikroorganismen, die bereits seit der Eiszeit die Grundwasserreinigung übernommen haben. Erzählt wird diese Geschichte vom Kasper selbst.
Nach dem Erlebten wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, zu basteln oder zu malen. Wichtiger Aspekt dieses Projekts ist es, die Kinder dazu anzuregen, sich beispielsweise mit selbstgebastelten Puppen Geschichten auszudenken und mit Sprache zu spielen. Gleichzeitig wird dabei die Aufmerksamkeit der kleinen und großen Zuschauer auf die Umwelt gelenkt.

Dorle Dengg vom Kieferer Puppentheater hat es trotz der erschwerten Bedingungen immer wieder möglich gemacht, Kinder mit dem Stück „Glück tief – Schatzsuche im Inntal“ zu verzaubern.
Wir gratulieren zu diesem Erfolg in schwierigen Zeiten!

„An diesem Projekt beeindruckt vor allem das Ziel, ein örtlich aktuelles Umweltproblem über eine Puppentheater-Inszenierung in die Schulen und damit in das Bewusstsein der Kinder zu bringen.“
Birgit Schnackenberg, Jurorin

Über Kiefersfelden

Kiefersfelden liegt im bayerischen Teil des Unterinntals am Fuße des Kaisergebirges und direkt an der Grenze zu Tirol in Österreich. In Kiefersfelden leben 6.821 Menschen. Die Umwelt des kleinen Dörfchens wird durch die Brenner- und Inntalautobahn zunehmend belastet.