Speinshart

Bayern

Kopfnuss-Theater e. V. (II)

Musikvideo aus Licht und Schatten: In der Gegenwart aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

  • Fotos: Kopfnuss-Theater.de

  • Foto: Kopfnuss-Theater e. V.

Kopfnuss-Theater e. V.

Musikvideo aus Licht und Schatten: In der Gegenwart aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Auch das Ensemble des Kopfnuss-Theaters e. V.  ging in die 2. Runde von Landluft 2.0. Denn wie heißt es so schön: Corona ist eine harte Nuss, aber die Kopfnüsse sind härter und geben sich nicht geschlagen.

„Das Kopfnuss-Theater nutzt bisherige Theaterarbeit und ergänzt sie um neue Arbeitstechniken. Dieser Aspekt der Nachhaltigkeit und Konsistenz der Arbeit hat uns beeindruckt. Außerdem kann so auch in Coronazeiten ein breites Publikum erreicht werden. All dies trägt zur Strahlkraft des Theaters auch in schwierigen Zeiten bei und macht das Projekt absolut förderungswürdig.“
Birgit Schnackenberg, Jurorin

Projekt

Förderzeitraum: 01.10.2020-31.08.2021

Wie bereits angedeutet: Das Kopfnuss-Theater lässt sich nicht unterkriegen. Dieses Mal aber ging das Ensemble auf Nummer sicher und bereitete einen Online-Auftritt vor.

Gemeinsam arbeiteten sie an einem theatralen Musik-Imagefilm und eigneten sich hierfür u.a. die Techniken des Schattentheaters an. Aus dem bereits entstandenen und von Landluft 2.0 geförderten Minidrama „Inmitten – Dazwischen“ wurden Kernszenen herausgegriffen und mit Hilfe von Video, Musik und Schatten komprimiert, inszeniert und dargeboten.

Das Kopfnuss-Theater wandelte also sowohl auf traditionellen wie ihnen völlig unbekannten technischen Pfaden. Inhaltlich setzt sich das Musik-Imagefilm mit der Geschichte Speinsharts bis in die Gegenwart auseinander und steht unter dem Motto „In der Gegenwart, aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen“. Zu sehen ist der Film auf YouTube.

Auch die Grundschule in Speinshart ist auf diesen Film aufmerksam geworden, da er auf unterhaltsame Weise die Geschichte des Klosters wiedergebe und die verschiedenen historischen Figuren der jeweiligen Epochen vorstelle.
Weiter so, sagt Landluft 2.0!

Landluft 2.0 fragt nach

Was wünscht ihr euch in Bezug auf Kulturförderung in ländlichen Räumen und warum?

„Ganz klar: Wir wünschen uns, dass Förderprojekte dieser Art weiterhin und verstärkt Einzug in den Laienbereich und natürlich auch in den ländlichen Raum finden, um die dortige kulturelle Arbeit finanziell, räumlich und inhaltlich möglich zu machen.
Diese Projektförderung hat dabei geholfen, alternative Theaterinszenierungen zu etablieren und das übliche Repertoire um Neues zu erweitern. Zudem sollte allen Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, Theater als schöpferischen und innovativen Ausdruck kennenzulernen, sich einzubringen und an vielen kreativen und gemeinsinnbildlichen Projekten teilzuhaben.
Nicht zuletzt trägt auch die theatrale Auseinandersetzung mit verschiedenen gesellschaftlichen Themen zu mehr Toleranz bei, denn: Indem man in verschiedene Rollen schlüpft, lernt man nicht nur sich selbst, sondern auch andere besser kennen. Das kann vorgefertigte Meinungen verändern.“
Carmen Traßl, Kopfnuss-Theater